VIP Ampulle (2 mg)

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Highlights
  • Hochreines VIP (99 % Reinheit) als gefriergetrocknetes Pulver
  • Synthetisches 28-Aminosäuren-Neuropeptid identisch mit dem körpereigenen vasoaktiven intestinalen Peptid
  • Laut Studien relevant für immunmodulatorische Signalwege, zirkadiane Rhythmusregulation und neuroendokrine Forschung
  • Gegenstand umfangreicher präklinischer Forschung im Kontext von Entzündungsbiologie, SCN-Signalgebung und VPAC-Rezeptorpharmakologie
Wirkung & Eigenschaften

VIP kaufen: Forschungsstand und Eigenschaften des pleiotropen Neuropeptids

VIP ist ein körpereigenes 28-Aminosäuren-Neuropeptid, das über zwei G-Protein-gekoppelte Rezeptoren – VPAC1 und VPAC2 – wirkt und intrazelluläre cAMP-Kaskaden aktiviert. VPAC1 ist breit auf Immunzellen, glatter Muskulatur und Epithel exprimiert und vermittelt immunmodulatorische Effekte; VPAC2 zeigt präferenzielle Expression im Nucleus suprachiasmaticus (SCN) – dem zentralen zirkadianen Schrittmacher des Gehirns – sowie in pankreatischen Betazellen. In präklinischen Studien wurde VIP im Kontext der Hemmung proinflammatorischer Zytokine wie TNF-α, IL-1, IL-6 und IL-12 über NF-κB- und MAPK-Signalwege untersucht. Darüber hinaus wird VIP als zentraler Synchronisator neuronaler Aktivität im SCN erforscht, wo es Taktgenexpression und Phasenkohärenz des zirkadianen Netzwerks reguliert.

VIP – Pleiotropes Neuropeptid in der Immunologie und Chronobiologieforschung

VIP ist ein 28-Aminosäuren-Neuropeptid, das sowohl von Neuronen als auch von Immunzellen synthetisiert und freigesetzt wird. In präklinischen Entzündungsmodellen wurde dokumentiert, dass VIP die Produktion proinflammatorischer Zytokine über NF-κB- und MAPK-Signalwege hemmt und gleichzeitig antiinflammatorische Zytokine wie IL-10 stimuliert. Diese bidirektionale Immunmodulation über VPAC1-Rezeptoren auf Makrophagen und dendritischen Zellen macht VIP zu einem etablierten Forschungswerkzeug in der Entzündungsbiologie und Autoimmunforschung. ― Delgado M et al. (2004): „Vasoactive intestinal peptide: a neuropeptide with pleiotropic immune functions” (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15546387/)

VIP und zirkadiane Rhythmusregulation – SCN-Forschungsüberblick

Im Nucleus suprachiasmaticus (SCN) ist VIP der primäre interzelluläre Synchronisator neuronaler Oszillationen. VIP-produzierende Neuronen im retinorezeptiven Kern des SCN empfangen Lichtinformation aus der Retina und koordinieren über VPAC2-Rezeptoren die Taktgenexpression im gesamten SCN-Netzwerk. Studien zeigen, dass Mäuse ohne funktionelles VIP oder VPAC2-Rezeptoren fragmentierte zirkadiane Rhythmen aufweisen und die Synchronisation unter konstanter Dunkelheit verlieren – was die zentrale Rolle von VIP in der chronobiologischen Forschung unterstreicht. ― Aton SJ et al. (2005): „Vasoactive intestinal polypeptide mediates circadian rhythmicity and synchrony in mammalian clock neurons” (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15886023/)

VIP in der neuroendokrinen und gastrointestinalen Forschung

Neben Immunologie und Chronobiologie wird VIP in der neuroendokrinen Forschung im Kontext zirkadianer Prolaktinsekretion, Oxytozin-Neuronen-Modulation sowie gastrointestinaler Regulation untersucht. VIP gehört zur Superfamilie homologer bioaktiver Peptide, zu der auch PACAP, Sekretin, Glukagon und GHRH zählen – was breite Forschungsanknüpfungspunkte in Stoffwechsel, Neuroendokrinologie und Gastroenterologie bietet. Alle publizierten Daten entstammen präklinischen Modellen; therapeutische Schlussfolgerungen lassen sich daraus nicht ableiten. ― Said SI & Mutt V (1970): „Polypeptide with broad biological activity: isolation from small intestine” (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/5459553/)

Häufige Fragen zum Produkt

Antworten zu VIP Ampulle (2 mg).

In welchen Forschungsbereichen wird VIP eingesetzt?

VIP wird in der Immunologie (antiinflammatorische Signalwege, T-Zell-Differenzierung, Zytokinregulation), Chronobiologie (SCN-Synchronisation, Taktgenexpression) sowie in der neuroendokrinen Forschung (Neuroprotection, Vasodilation, gastrointestinale Regulation) untersucht.

Was unterscheidet VPAC1- von VPAC2-vermittelten Effekten?

VPAC1 vermittelt vorrangig immunmodulatorische und sekretorische Effekte über Immunzellen und Epithel. VPAC2 reguliert primär zirkadiane Synchronisation über den SCN sowie Insulinsekretion in pankreatischen Betazellen. Rezeptorselektive Agonisten ermöglichen in der Forschung die gezielte Trennung beider Signalwege.

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